Professor Kiesel. In Stahlgewittern.

In Stahlgewittern. Erster Weltkrieg.“In Stahlgewittern.” Ernst Jüngers Roman ist längst zu einem Mythos der Literatur- und auch der Geschichtswissenschaft geworden. Ist es böse und demagogisch? Eine Verherrlichung des Krieges? Oder am Ende in seiner Wirkung ein Antikriegsbuch? „In Stahlgewittern“ war einer der ersten literarischen Erlebnisberichte über den Ersten Weltkrieg. Das Buch machte schnell von sich reden und ist bis heute umstritten. Es beruht auf den Kriegstagebüchern, die Jünger an der Front führte, und wurde vom Autor zeitlebens immer wieder überarbeitet. Helmuth Kiesel, Herausgeber der historisch-kritischen Ernst Jünger-Ausgabe, kommentiert und kontrapunktiert diesen schillernden Text, seine Entstehungsgeschichte und seine Rezeption: Ist Blut im Kriegstagebuch? Wie erkennt ein Philologe Trauerarbeit? Ergeben Textsplitter und Granatsplitter ein sinnstiftendes Nebeneinander? Soll der Krieg befremdlich bleiben oder erklärt werden? Reflexionen eines Wissenschaftlers. Und Texte eines Mannes, der als 19-Jähriger in den Krieg zog.

 

mit:
Prof. Dr. Helmuth Kiesel, Konstantin Lindhorst, Ronald Kukulies, Helene Grass und O-Tönen von Ernst Jünger.

 

Technische Realisation: Dirk Hülsenbusch und Mechthild Austermann.
Musik: David Schütte.
Regieassistenz: Luise Weigert.

 

53 Minuten. Hörspiel.
WDR 3 Hörspiel.
Regie.

Die Produktion wieder zum Download.

 

Autor: Thomas Böhm.
Redaktion: Isabel Platthaus.
Produktion: WDR 2014.