Hool

hool_hp_finalJeder Mensch hat zwei Familien. Die, in die er hineingeboren wird, und die, für die er sich entscheidet. HOOL ist die Geschichte von Heiko Kolbe und seinen Blutsbrüdern, den Hooligans. Protagonist ist der Hannoveraner Hooligan Heiko, dessen Leben sich zwischen verabredeten, extrem brutalen Prügeleien, verbotenen Tierkämpfen und seinem Job in der zwielichtigen “Wotan Boxing Gym” seines Onkels abspielt. Sein Umfeld ist so trostlos und finster, dass es stellenweise absurd wirkt – eine Milieustudie, die in aller Hoffnungslosigkeit nie den Humor verliert und ohne jeden Sozialkitsch auskommt. Mal muss Heiko seinen aus der Entzugsklinik entlaufenen Vater wieder einfangen, mal muss er für den Tierkampf-Veranstalter (bei dem er wohnt) einen Tiger aus Polen abholen. Neonazis, die mit seinem Onkel befreundet sind, Braunschweig-Hooligans und Freunde, die aus der Szene aussteigen wollen, machen ihm das Leben zusätzlich schwer. Philipp Winkler erzählt vom großen Herzen eines harten Jungen, von einem, der sich durchboxt, um das zu schützen, was ihm heilig ist: Seine Jungs, die besten Jahre, ihr Vermächtnis. Winkler hat einen Sound, der unter die Haut geht. Mit HOOL stellt er sich in eine große Literaturtradition: Denen eine Sprache zu geben, die keine haben. Lebensnahe Charaktere und eindrückliche Dialoge, eine Geschichte, die einen nicht mehr loslässt und natürlich ein dramatisches Ende machen das Buch zu einer optimalen Hörspiel-Vorlage.

Einen so knallharten, tieftraurigen und todkomischen Debütroman hat es seit Clemens Meyers “Als wir träumten” in Deutschland nicht mehr gegeben. (Thomas Klupp)
Winkler schreibt bewegend, kraftvoll und mit feinem Gespür für die Welt der Außenseiter. Denn eigentlich ist Heiko Kolbe ein hoffnungsloser Romantiker und seine Gewalt ein stummer Schrei nach Liebe. (Moritz Rinke)
Woher kommt die Wut, was tust du, wenn dir nichts geblieben ist? Verzweifelt, knallhart und voller Herz. HOOL leuchtet aus allen Wunden. (Lucy Fricke)

 

mit:
Julius Feldmeier, Maximilian Scheidt, Daniel Rothaug, Sebastian Graf, André M. Hennicke, Peter Prager, Annika Schilling, Jan-Gregor Kremp, Mira Partecke, Hans-Martin Stier, Luana Bellinghausen, u.v.a

Technische Realisation: Dirk Hülsenbusch und Steffen Jahn.
Regieassistenz: Luise Weigert.

 

2 x 55 Minuten. Hörspiel.
1Live.
Bearbeitung und Regie.

 

Leseprobe beim Aufbau Verlag.

Autor: Philipp Winkler.
Rechte: Aufbau Verlag.
Redaktion: Natalie Szallies.
Produktion: WDR 2016.